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Malteser Neuss

„Stellen Sie sich vor, ich müsste erst mal telefonieren, wenn es mir schlecht geht!“

Helene Adolph (91) fühlt sich mit ihrem Hausnotrufgerät der Malteser wesentlich sicherer als zuvor

21.02.2018
Helene Adolph vertraut auf ihr Malteser-Hausnotrufgerät
Die Hausnotruf-Mitarbeiter sind gerne für sie da
Lesen gehört zu ihren Freizeitbeschäftigungen
Ihre Kette mit dem Druckknopf-Funksender trägt die Rentnerin ständig

„Das letzte Mal, als ich den Malteser-Hausnotruf gebraucht habe, war mir so schlecht, dass man sofort die Feuerwehr geschickt hat“, erzählt Helene Adolph. „Die haben direkt gemerkt, dass es mir nicht gutging, denn ich war so schlapp, dass ich nicht hätte aufstehen können“, erinnert sie sich noch genau. Dann sei die Tür von den Feuerwehrleuten geöffnet und sie ins Krankenhaus verbracht worden.

 

Dieser Umstand gereichte der Rentnerin nur zum eigenen Vorteil. Denn hätte sie die beliebte “Hilfe auf Knopfdruck“ der Malteser nicht gehabt, wer weiß, was geschehen wäre.

Helene Adolph ist eine beeindruckende ältere Dame. Mit ihren 91 Jahren lebt die gelernte Bürokauffrau noch völlig eigenständig. Sie führt den Haushalt und ist viel unterwegs. Einkäufe oder Friseurtermine stehen dabei regelmäßig auf dem Programm. Dabei benötigt die betagte Junggesellin, abgesehen vom Schneiden, an für sich wohl kaum die Dienste eines Figaros: Zum großen Erstaunen ihrer selbst hat die brünette Frau nämlich noch so gut wie keine grauen Haare. 

Auf ihre Zeitung und die Fernseh-Nachrichten verzichtet die Katholikin an keinem Tag. „Ich will ja noch wissen, was so los ist“, konstatiert Adolph. Auch die “Lokalzeit“ schaue sie gerne, um sich über das Geschehen in ihrer Heimat zu informieren. Außerdem liest sie viel. Zuletzt eine Biografie über Lindenstraßen-Urgestein Marie-Luise Marjan.

Bis vor kurzem besaß die schlagfertige Rentnerin sogar noch ihren eignen Wagen. Insgesamt zwei Mal hatte sie sich damit in reiferem Alter sogar auf Reisen bis über den nördlichen Polarkreis begeben. Unternehmungslustig war die sympathische alte Dame offenkundig seit jeher. Von Finnland bis zu den norwegischen Lofoten hat die Rheinländerin schon alles bereist.  „Weil ich bereits in Rente war und nicht allein fahren wollte, hatte ich eine Anzeige aufgegeben und gefragt, wer mitreisen wolle“, erzählt sie. So habe sie letztendlich eine Bekannte mitgenommen, die sie durch jenes Inserat kennenlernte. Jetzt habe sie ihren gelben Flitzer jedoch verkauft, erklärt die pfiffige Frau im Ruhestand. Durch eine verpfuschte Behandlung ihres Fußes ist die Rentnerin seit einiger Zeit auf einen Rollator angewiesen. Das Autofahren ist damit zu aufwendig geworden.

Herum kommt die 91-Jährige aber dennoch genug. Im Rahmen der Malteser-Integrationsdienste betreut sie nämlich seit mehreren Monaten einen jungen Flüchtling, dem sie regelmäßig alles über das Leben in Deutschland und viel über die Geschichte unseres Landes erklärt.

Schon seit sieben Jahren ist Helene Adolph, die als berufstätige und selbstbewusste junge Frau der Nachkriegszeit nie geheiratet hatte, Mitglied bei den Maltesern. „Es ist nicht so, dass es mein Wunsch war, nicht zu heiraten“, erzählt Adolph, „aber es hätte jetzt nicht unbedingt sein müssen.“ Von den beiden Verehrern, die in jungen Jahren einst um ihr Herz gebuhlt hatten, wusste die Jüngste von drei Geschwistern schnell, dass sie sie weder hätten glücklich machen können, noch, dass dies umgekehrt der Fall gewesen wäre.

Immerhin hat die ehemalige fleißige Büroleiterin Kontakt zu ihren Nichten und Neffen. Die Kinder ihrer bereits verstorbenen Schwester melden sich immer wieder bei ihr, schließlich hatte sie die Drei ganz früher häufig gehütet. 

Helene Adolph, die für sich selbst kocht, immer frisches Gemüse verzehrt, insbesondere Spinat liebt und bei offenem Fenster schläft, ist für ihr beträchtliches Alter ungemein fit. „Dennoch“, so sagt sie, sei es gut, dass man durch den Malteser- Hausnotruf nicht komplett hilflos sei. Seit 2013 besitzt Adolph ein entsprechendes Gerät. „Ich habe ihn schon mehrfach benötigt“, erzählt sie und deutet dabei auf ihren „Drücker“, den sie stets an einer Kette um den Hals trägt. Zwei Mal war sie danach im Krankenhaus, denn Atemprobleme hatten ihr schon in der Nacht zuvor erhebliche Schwierigkeiten bereitet. Morgens betätigte die Rentnerin dann endlich den Hausnotrufknopf. 

Unverzüglich wird in einem solchen Fall über jenen Knopf eines Funksenders ein Signal an das Hausnotrufgerät mit integriertem Lautsprecher gesendet. Sofort ist dann ein Sprechkontakt zu den Mitarbeitern der Malteser-Hausnotrufzentrale hergestellt. Über das Hausnotrufgerät können die Mitarbeiter der Zentrale den Kunden in einem Umkreis von 50 Metern, also quasi von jedem Punkt seiner Wohnung hören und ihm antworten. Wenn vor Ort Hilfe benötigt wird, werden sofort die notwendigen Schritte eingeleitet.

„Nach meinem letzten Notfall war ich für ganze vier Wochen im Krankenhaus“, sagt Adolph. Seither fühle sie sich schon wie ein Pflegefall, zumal aufgrund der schiefgelaufenen Behandlung ihres Fußes im Krankenhaus regelmäßig Mitarbeiter eines Pflegedienstes nach ihr sähen.

Dass sie jedoch weiterhin eigenständig im eigenen Haushalt leben kann, ist auch dem Sicherheitsgefühl geschuldet, das ihr ihr Hausnotrufgerät vermittelt. „Stellen Sie sich vor, ich müsste erst mal telefonieren, wenn es mir schlecht geht“, sagt die 91-Jährige und fügt hinzu, „wenn ich das dann überhaupt noch könnte.“

 

Ihre Kette mit dem Knopf habe sie noch nie vergessen, anzulegen. „So habe ich ja direkt die richtige Verbindung, worüber ich sehr froh bin“, sagt die Dame, die nach 26 Berufsjahren in ihrer letzten Arbeitsstätte bereits im Alter von 59 in Rente ging. „Ich würde älteren Herrschaften den Hausnotruf der Malteser auf jeden Fall empfehlen, denn der wesentlichste Grund ist die eigene Sicherheit.“

Helene Adolph jedenfalls zeigt sich mit der Malteser-Hilfe-auf-Knopfdruck rundum zufrieden und macht vor, wie man auch in höherem Alter mit dem Bewusstsein einer gewissen Sicherheit im Notfall noch lange eigenständig leben kann.

 

Infos unter: www.malteser-hausnotruf.de

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